Thursday, April 7, 2016

Leben mit Tieren

Mein kleines Mixlein ist nun schon zweieinhalb Monate nicht mehr bei mir. Es ist für mich immer noch unglaublich, im wahrsten Sinne des Wortes, ich kann es nicht glauben. Das geht bestimmt vielen Hundebesitzern so (und Katzen und allen anderen natürlich auch), wenn der geliebte Knuffel nicht mehr da liegt, wo er immer lag. Ich kann es, auch wenn die schlimme Trauer nicht mehr so offensichtlich ist, immer noch nicht begreifen.

Es ist das Leben an sich, was man da begreifen muss. Denn es ist endlich. Und unsere Tiere zeigen uns, wie es geht. Sie gehen. Sie haben ihr Leben zu Ende gelebt und dann verlassen sie uns. Für immer. Wer sich drauf einlässt und seinen Liebling bis zum Schluss begleitet, der wird viel weinen, aber der wird auch eine Verbindung spüren, die unbeschreiblich ist.

Ich habe mein kleines Gemixe bis zum letzten Atemzug begleitet. Ich habe es ihm versprochen und ich bin so froh, dass ich dieses Versprechen eingelöst habe. Es heißt, so wird von einem Indianerstamm berichtet, wenn ein Hund geht, der auf der Erde einen Menschen gefunden hat, so wird seine Seele ein Teil der Seele des Menschen. Und manchmal meine ich, es stimmt wirklich.

Mein Mixlein gehörte so fest zu meinem Leben, wie nur eine Hundeseele zu meinem Leben gehören konnte. Wir waren ein eingespieltes Team. Er kannte mich, ich kannte ihn, er wusste, was ich mag, ich wusste, was er nicht mag. Wir lebten miteinander.

Ich weiß, dass es ok so ist, wie es ist. Ich weiß, dass er gehen wollte. Ich weiß, dass er sein kleines Hundeleben zu Ende gelebt hatte und nun bereit war für die große Reise. Ich weiß das alles. Aber es bricht mir jedesmal das Herz, wenn ich an ihn denke, er fehlt mir so. Er fehlt mir unendlich.

Nun ist Spike eingezogen, der am Samstag ausgebüxt ist, ich war so verzweifelt. Aber mit Hilfe seiner alten Besitzer haben wir ihn aufgespürt, mit zwei Zecken im Gepäck und reichlich dünner kam er angetappelt. Meine Erleichterung könnt Ihr euch sicherlich vorstellen.  Eben habe ich mit ihm auf dem Sofa gelegen, seine Pfötchen tasteten ständig an mir herum, als wolle er prüfen, ob ich wirklich noch da bin. Er hat die ganze Nacht neben mir geschlafen und ein paar mal spürte ich, wie er hinter mir auf dem Kopfkissen stand und dann seinen Kopf in mein Gesicht drückte, das hat mich so gerührt!

Nein, ein Leben ohne Tiere, das kann ich mir wirklich nicht vorstellen. Warum auch? Eben, ergibt keinen Sinn ;-)

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